WiiM Ultra vs. Bluesound Node: welcher Streamer für deine Anlage?

Der eine Streamer bringt ein Display zum schlanken Preis, der andere eine Plattform, die mit deiner Anlage wächst.

Von Marvin Gehrke Stand Lesezeit 14 Min.

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Im Mai 2013 stellte eine kanadische Firmengruppe auf der High End in München eine neue Marke vor. Sie hieß Bluesound, hinter ihr standen Lenbrook mit den Traditionshäusern NAD und PSB, und ihre Idee war für die HiFi-Welt ungewohnt: Nicht das Gerät sollte das Produkt sein, sondern die Software dahinter, ein Hi-Res-Multiroom-System namens BluOS. Der Streamer für die bestehende Anlage hieß von Anfang an Node. Elf Jahre später, auf derselben Messe, zeigte ein Herausforderer seinen Angriff auf genau diese Klasse. Linkplay, gegründet 2014 von Veteranen aus den Häusern Google, Broadcom und Harman, hatte jahrelang unsichtbar die Streaming-Module für Marken wie Yamaha, Marshall und JBL gebaut, ehe Ende 2021 mit dem WiiM Mini die eigene Marke startete. Der WiiM Ultra von 2024 ist ihr Aushängeschild, und er kostet deutlich weniger als der Node. Der Streit der beiden trifft einen Markt, der längst entschieden hat, denn laut Bundesverband Musikindustrie laufen 84,4 Prozent der deutschen Musikumsätze über das Streaming. Nur die gute Anlage im Wohnzimmer ist oft noch nicht angeschlossen. Dieser Vergleich beginnt deshalb mit der Entscheidung: welches Gerät für wen, mit direktem Kaufweg. Danach folgt der Unterbau, für alle, die es genau wissen wollen: welcher Node überhaupt gemeint ist, seit Bluesound die Baureihe in Nano, N132 und Icon aufgeteilt hat, was Messung und Höreindruck über den Klang sagen, welche App weiter trägt, was Dirac Live kostet und wohin der Aufpreis des Node fließt.

Die kurze Antwort: Für die meisten Wohnzimmer-Anlagen ist der WiiM Ultra die vernünftigere Wahl, mit Touchscreen, Phono-Eingang, Vorverstärker-Funktion und einem Wandler, der in Messungen als transparent gilt, zum spürbar kleineren Preis. Der Bluesound Node N132 punktet mit der etablierten BluOS-Plattform, dem THX-Kopfhörerverstärker und der Option auf Dirac-Raumkorrektur, kostet aber deutlich mehr und hat kein Display. Wer nur streamen will oder AirPlay 2 braucht, findet im günstigeren WiiM Pro Plus die dritte Option. Der Node-Aufpreis zahlt auf Plattform und Ausstattung ein, nicht auf einen hörbar anderen Klangcharakter.

Welcher Streamer für dich

Ein klares Einsatzfeld hat jeder der drei, und für Sonderfälle stehen die Node-Geschwister bereit.

WiiM Ultra: der Preis-Leistungs-Streamer mit Display

Der WiiM Ultra ist der Kandidat für den aufgeräumten Hörplatz. Er sitzt neben dem Verstärker, zeigt Cover und Titel auf dem Touchscreen und macht mit dem Phono-Eingang sogar den Plattenspieler streamingfähig. Dazu kommen der messtechnisch transparente Wandler, die Vorverstärker-Funktion und das Update-Tempo von Linkplay, das dem Gerät seit dem Start laufend Funktionen nachreicht. Verzichten musst du auf AirPlay 2 und auf einen Server-Modus für andere Räume. Gedacht ist er für alle, die eine bestehende Anlage mit möglichst viel Ausstattung fürs Geld streamingfähig machen wollen.

Bluesound Node N132: die reifere Plattform für den Ausbau

Der Node N132 ist der Kandidat fürs Multiroom-Setup, das über mehrere Zimmer wächst, für die zentral verteilte Musiksammlung und für alle, die ihren Hörraum mit Dirac Live in den Griff bekommen wollen. Das etablierte BluOS mit bis zu 64 Playern, der eingebaute Bibliotheks-Server, HDMI eARC, AirPlay 2 und der THX-Kopfhörerzweig sind sein Fundament. Dafür fehlt das Display, der Preis liegt deutlich höher, und die Raumkorrektur kostet Lizenzaufpreis. Bluesound verkauft in Deutschland über den HiFi-Fachhandel, dort steht der N132 zum Probehören, meist nahe der Liste von 599 Euro.

WiiM Pro Plus: die günstige Quelle mit AirPlay 2

Wer nur eine unkomplizierte Streaming-Quelle ohne Display und ohne HDMI braucht, etwa fürs Zweitzimmer oder als ersten Einstieg, ist mit dem WiiM Pro Plus für rund 230 bis 250 Euro günstig bedient. Er streamt bis 24 Bit und 192 kHz, und als einziger der drei bringt er AirPlay 2 mit, was ihn zur WiiM-Wahl für Apple-Haushalte macht.

Die Sonderfälle: Node Nano, Node Icon und zwei Klassiker

Der Node Nano für rund 320 bis 350 Euro ist der BluOS-Einstieg für alle, die nur zuspielen wollen und auf HDMI, Kopfhörerausgang und Dirac verzichten können. Der Node Icon für 1.099 Euro Listenpreis lohnt, wenn XLR-Ausgänge, Display-Bedienung und der doppelte THX-Kopfhörerzweig gebraucht werden, die Firmware-Kritik von Audio Science Review aus dem März 2025 sollte man dabei kennen. Wer eher einen Streaming-Computer mit großem Bildschirm sucht, findet im Eversolo DMP-A6 Gen 2 für rund 870 Euro eine Alternative, und der Cambridge CXN100 für 1.049 Euro Listenpreis bleibt der klassische HiFi-Streamer mit AirPlay 2, Chromecast und Roon in einem Gerät.

Was ein Streamer überhaupt macht

Ein Streamer ist die digitale Quelle deiner Anlage. Er holt Musik aus WLAN, Bluetooth oder dem heimischen Netzwerk und schickt sie als sauberes Signal weiter an Verstärker und Boxen. Einen Verstärker ersetzt er nicht, außer bei Aktivlautsprechern mit Direktanschluss. Welche Boxen zu welcher Route passen, steht in meinen Vergleichen zu Aktivlautsprechern und Passivlautsprechern, alle Audio-Komponenten bündelt die High-End-Audio-Übersicht. Und der Streamer ist die digitale Ergänzung zum analogen Plattenspieler, nicht dessen Konkurrenz. Der WiiM Ultra hat sogar einen eigenen Phono-Eingang, mit dem die Platte gleich mit in die Streaming-Kette wandert.

Wohnzimmer mit Plattenspieler und Regallautsprechern auf einem Sideboard vor einer Wand mit gerahmter Kunst
Die typische Ausgangslage: Plattenspieler, Boxen und Verstärker stehen, nur die Streaming-Quelle fehlt. Genau diese Lücke schließen Node und WiiM Ultra. (Foto: Rochelle Lee / Unsplash. Symbolbild)

Nano, N132 oder Icon: welcher Node ist gemeint?

Wer heute nach dem Bluesound Node sucht, landet in einer Modellfamilie, die sich seit 2024 aufgefächert hat. Zur Einordnung hilft die Chronik. Auf den Node 2i von 2018 folgte 2021 der N130, 2023 schob Bluesound zum zehnten Markenjubiläum das limitierte Modell Node X nach. Im September 2024 kam dann der Doppelschlag: der Node Nano als abgespeckter Einstieg und der neue Standard-Node mit der Modellnummer N132. Anfang 2025 folgte das Flaggschiff Node Icon. Wichtig für die Suche: Der oft zitierte „Node 2024” und der N132 sind dasselbe Gerät, eine separate Revision daneben gibt es nicht.

Die Arbeitsteilung der drei ist klar geregelt. Der Nano für 349 Euro Listenpreis streamt nur zu, mit Cinch-, optischem und koaxialem Ausgang, ohne HDMI, ohne Kopfhörerausgang, ohne Subwoofer-Buchse und ohne Dirac-Option. Der N132 für 599 Euro Listenpreis ist der Vollausbau der klassischen Bauform, mit HDMI eARC, THX-Kopfhörerverstärker, Sub-Out und Dirac-Vorbereitung. Der Node Icon für 1.099 Euro Listenpreis setzt darüber noch ein 5-Zoll-Display, zwei Wandler im Dual-Mono-Aufbau, symmetrische XLR-Ausgänge und gleich zwei THX-Kopfhörerbuchsen. Dieser Vergleich meint mit „Node” den N132, die Geschwister standen oben an den Weichen.

Alte Stereokonsole aus dunklem Holz mit Stoffbespannung neben einem Klappstuhl in einem hellen Raum
Vom Möbel zur Modellfamilie: Was früher eine Konsole mit eingebautem Empfänger war, teilt Bluesound heute in drei Geräte vom Nano bis zum Icon auf. (Foto: Seyed Amir Mohammad Tabatabaee / Unsplash. Symbolbild)

Wärmer oder heller: Höreindruck gegen Messwert

Der Topos zieht sich durch viele Vergleiche: Der Node klinge einen Tick voller und wärmer, der WiiM Ultra heller und nüchterner. So beschreiben es unabhängig voneinander mehrere Redaktionen und Händler, etwa der britische Fachhändler Audio T in seinem Dreiervergleich vom Januar 2026. Die Messtechnik erzählt eine andere Geschichte. Audio Science Review maß den WiiM Ultra mit einem Rauschabstand um 115 Dezibel am Wandlerausgang, das ist der Bereich, in dem ein Gerät als klanglich transparent gilt. Beide Marken verbauen ausgewachsene ESS-Wandler, im Ultra einen ES9038Q2M, im N132 einen ES9039Q2M. Das Portal Audio Endgame hält zudem fest, dass der beschriebene Unterschied weitgehend verschwindet, sobald beide Geräte digital an denselben externen Wandler spielen.

Dazu passt ein unbequemer Befund von oben aus dem Regal: Ausgerechnet dem teuren Node Icon verweigerte Audio Science Review im März 2025 die Empfehlung, wegen eines langsamen Wandlerfilters, der Ultraschall-Reste durchlässt, und auffälligen Jitterverhaltens, laut Tester per Firmware behebbar. Deutsche und britische Redaktionen hören es entspannter. stereo.de attestierte dem Ultra eine fantastische Preis-Leistung und sah den teureren Node bei Plastizität knapp vorn, What Hi-Fi nannte den N132 kontrolliert und ausgewogen, aber ohne den Vortrieb der Klassenbesten, und lowbeats bewertete den Icon mit sehr gut. Mein Fazit aus beidem: Den Klangunterschied gibt es als Höreindruck, als Kaufgrund taugt er in dieser Preisklasse nicht. Entscheide über Ausstattung, App und Preis.

Kompakte Anlage mit zwei Holzlautsprechern auf einem langen hellen Sideboard vor einer dunklen Steinwand
Ob ein Streamer wärmer oder heller klingt, entscheidet sich in solchen Ketten kaum am Wandler. Raum, Boxen und Aufstellung wiegen um Größenordnungen schwerer. (Foto: Susan Q Yin / Unsplash. Symbolbild)

Bedienung, App und Ökosystem

Der WiiM Ultra hat als einziger im Duell einen eigenen 3,5-Zoll-Touchscreen am Gerät, praktisch für den Titelwechsel ohne Handy. Der Node N132 bleibt beim beleuchteten Touch-Bedienfeld mit Näherungssensor auf der Oberseite und überlässt den Rest der BluOS-App. BluOS ist das ältere und breitere System. Es vernetzt bis zu 64 Player im Netzwerk und steckt nicht nur in Bluesound-Geräten, sondern auch in Elektronik von NAD, PSB, DALI und Monitor Audio, seit Jahren mit dem Ruf einer besonders stabilen Multiroom-Plattform. Roon-fähig sind inzwischen beide Seiten, Bluesound traditionell, WiiM seit Ende 2024 mit dem Ultra und seit 2025 auch mit den größeren Amp-Modellen.

Bei den Diensten hat sich das Tempo zuletzt umgekehrt. Qobuz Connect brachte WiiM schon im Mai 2025 als eine der ersten Marken überhaupt, BluOS zog erst im September 2025 nach. Überhaupt ist die Update-Frequenz das stärkste WiiM-Argument: Die kostenlose RoomFit-Raumkorrektur steckt mittlerweile im Einrichtungsassistenten, der parametrische Equalizer arbeitet pro Kanal getrennt, Subwoofer bekommen eigene Einmessprofile, und die App bindet NAS-Freigaben samt Replay Gain direkt ein. Ein Wermutstropfen bleibt beim Ultra: AirPlay 2 fehlt ihm, weil er nicht von Apple zertifiziert ist. Wer aus dem iPhone-Kosmos zuspielen will, greift zum kleineren WiiM Pro Plus oder zum Node, beide beherrschen es.

Junge Frau mit weißen Kopfhörern sitzt mit Smartphone auf einem hellen Sessel neben einem Beistelltisch mit Büchern
Die App ist im Alltag das eigentliche Gerät: Wiedergabe, Gruppierung und Einmessung laufen bei beiden Marken über das Telefon. (Foto: Vitaly Gariev / Unsplash. Symbolbild)

Für die eigene Musiksammlung hat der Node ein Ass im Ärmel. Er indexiert USB-Platten und Netzwerkfreigaben selbst und stellt eine angeschlossene Platte im Server-Modus allen BluOS-Playern im Haus bereit. Der WiiM liest NAS und USB ebenfalls direkt ein, einen vergleichbaren Server-Modus für andere Räume bietet er aber nicht. Wer seine Sammlung zentral vom Streamer aus verteilen will, fährt mit BluOS besser.

Dirac Live: Raumkorrektur mit Preisschild

Der N132 und der Icon sind für die Raumkorrektur Dirac Live vorbereitet, seit einem Firmware-Update im Januar 2025 auch der ältere N130. „Vorbereitet” heißt: Die Lizenz kostet extra und ist ans Gerät gebunden, 159 US-Dollar für die Korrektur unterhalb von 500 Hertz und 249 US-Dollar für das volle Frequenzband, Stand der Dirac-Preisliste vom Januar 2025. Der Node Nano bleibt außen vor. WiiM hält mit der hauseigenen RoomFit-Einmessung dagegen, die nichts extra kostet, nach Redaktionslage aber nicht die Tiefe einer vollen Dirac-Korrektur erreicht. Wer seinen Hörraum als größtes Problem kennt, hat hier den sachlichsten Grund für den Node-Aufpreis.

Welche Anschlüsse hat der WiiM Ultra, welche der Bluesound Node?

Der WiiM Ultra bietet als Ausgänge Cinch, optisch, koaxial, USB und einen Subwoofer-Ausgang, dazu HDMI ARC für den Fernseher, einen Kopfhörerausgang und eine Vorverstärker-Funktion. Auf der Eingangsseite stehen Cinch, ein Phono-Eingang für Plattenspieler mit MM-System und ein optischer Anschluss. Der Node N132 kontert mit HDMI eARC, denselben Ausgängen, einem kombinierten Analog- und Optikeingang sowie dem Kopfhörerausgang mit THX-Verstärkerstufe. Funktechnisch nehmen sich beide wenig: Der Ultra kam mit Wi-Fi 6 auf den Markt und wurde per Software auf 6E erweitert, dazu Bluetooth 5.3, der Node setzt auf klassisches WLAN mit aptX-Bluetooth.

Die Weiche ist damit klar. Hängt ein Plattenspieler in der Kette, führt am WiiM Ultra kaum ein Weg vorbei, nur er hat den Phono-Eingang. Hörst du viel über Kopfhörer, spricht die THX-Stufe für den Node, passende Modelle vergleiche ich im Beitrag Focal Bathys vs. Bowers & Wilkins Px8. Den Fernseher binden beide an, der Node mit eARC, der Ultra mit ARC, was für Stereo-Ton keinen Unterschied macht. Ein separater Wandler ist in beiden Fällen überflüssig, die verbauten Chips sind für Hi-Res-Streaming ausgelegt.

Nahaufnahme eines Plattenspieler-Tonarms mit Gegengewicht über einer laufenden Schallplatte
Die Phono-Weiche entscheidet oft den ganzen Vergleich: Wer eine Platte in die Streaming-Kette holen will, braucht den Eingang, den nur der Ultra mitbringt. (Foto: David Lozano / Unsplash. Symbolbild)

Preis, Vertrieb und Wert

Nach aktuellem Preisbild, Stand 3. September 2026, kostet der WiiM Ultra je nach Farbe rund 350 bis 400 Euro bei einem Listenpreis von 399 Euro. Der Bluesound Node N132 liegt bei 579 bis 599 Euro und damit fast auf seiner UVP, denn Bluesound fährt über den deutschen Vertrieb eine straffe Preispolitik. Der WiiM Pro Plus ist mit rund 230 bis 250 Euro die günstigste Option. Da Preise täglich schwanken, gilt: immer direkt beim Anbieter prüfen, meine Zahlen sind der Orientierungsrahmen.

Auch die Kaufwege unterscheiden sich. WiiM steht breit im Handel, von Elektromärkten über Versandhäuser bis zu Onlinehändlern, mit real rotierenden Preisen unter Liste. Bluesound wird in Deutschland seit 2019 über die DALI GmbH vertrieben und läuft vor allem über den HiFi-Fachhandel, wo der Preis stabil bleibt und die Beratung mitkauft. Wohin der Node-Aufpreis fließt, lässt sich sauber benennen: in die BluOS-Plattform samt Server-Modus, die Dirac-Option und den THX-Kopfhörerzweig, nicht in einen dramatisch anderen Klang.

Alle Daten auf einen Blick

DatenpunktWiiM UltraBluesound Node (N132)WiiM Pro Plus
DAC / AuflösungES9038Q2M, bis 32 Bit/384 kHzES9039Q2M, bis 24 Bit/192 kHzAKM-Wandler, bis 24 Bit/192 kHz
Displayja, 3,5” Touchscreennein (Touch-Feld mit Näherungssensor)nein
AnschlüsseHDMI ARC, Cinch/optisch/koaxial/USB-Out, Sub-Out, Cinch/Phono(MM)/optisch-In, KopfhörerHDMI eARC, Cinch/optisch/koaxial/USB-Out, Sub-Out, analog+optisch-In, Kopfhörer (THX)Cinch/optisch/koaxial-Out, Line/optisch-In
App / ÖkosystemWiiM Home, Chromecast, Alexa, Roon Ready, kein AirPlay 2BluOS (bis 64 Player), AirPlay 2, Roon ReadyWiiM Home, AirPlay 2, Chromecast, Alexa
RaumkorrekturRoomFit (kostenlos)Dirac Live Ready (Lizenz ab 159 US-Dollar)RoomFit (kostenlos)
FunkWi-Fi 6 (per Update 6E), Bluetooth 5.3WLAN, aptX BluetoothWLAN, Bluetooth
Preisbereich (Stand 03.09.2026)ca. 350 bis 400 Euroca. 579 bis 599 Euroca. 230 bis 250 Euro
KaufenPreis ansehen Anzeigeim HiFi-FachhandelPreis ansehen Anzeige

Quelle: Herstellerangaben WiiM und Bluesound, verifiziert über Produktseiten und Preisvergleich, Stand 03.09.2026.

Häufige Fragen

Wozu brauche ich einen Streamer? Ein Streamer ist die digitale Quelle deiner Anlage. Er holt Musik aus WLAN, Bluetooth oder deinem Netzwerk und leitet sie sauber an Verstärker und Boxen weiter, egal ob Spotify, Tidal, Qobuz oder eigene Dateien. Er ersetzt keinen Verstärker, sondern ergänzt eine bestehende Anlage um die Streaming-Fähigkeit. Auch ein analoger Plattenspieler profitiert, denn der WiiM Ultra hat einen eigenen Phono-Eingang. Ohne Streamer bleibt eine gute Anlage eine Insel ohne Zugang zur digitalen Musikbibliothek.

Klingt der teurere Node hörbar besser? Als Höreindruck beschreiben mehrere Redaktionen den Node voller und wärmer, den WiiM Ultra heller und nüchterner. Messtechnisch spielen beide im transparenten Bereich, Audio Science Review maß den Ultra mit einem Rauschabstand um 115 Dezibel, und über den Digitalausgang an einem externen Wandler verschwindet der Unterschied weitgehend. Wer nebenbei hört, bemerkt keinen Unterschied. Die Kaufentscheidung sollte über Ausstattung, App und Preis fallen, nicht über den Klang.

Welche App und welches Ökosystem ist besser? BluOS beim Node ist das reifere Multiroom-System, mit bis zu 64 Playern, markenübergreifenden Partnern wie NAD und DALI und einem eingebauten Bibliotheks-Server. Die WiiM-Home-App holt seit 2025 in hohem Tempo auf, mit Qobuz Connect vor BluOS, kostenloser RoomFit-Einmessung und kanalgetrenntem Equalizer. Wer Multiroom über mehrere Räume plant oder schon BluOS-Geräte besitzt, nimmt den Node. Wer ein einzelnes Wohnzimmer bestückt, fährt mit der offeneren und günstigeren WiiM-Logik besser.

Node Nano oder WiiM Ultra? Beide kosten ähnlich viel, rund 320 bis 400 Euro, sind aber unterschiedlich geschnitten. Der Nano ist der abgespeckte BluOS-Einstieg ohne HDMI, ohne Kopfhörerausgang, ohne Subwoofer-Buchse und ohne Dirac-Option, dafür mit AirPlay 2 und Anschluss ans BluOS-Multiroom. Der WiiM Ultra bietet fürs gleiche Geld Touchscreen, Phono-Eingang, HDMI ARC und Sub-Out, aber kein AirPlay 2. Wer ins BluOS-System will, nimmt den Nano, wer ein vollwertiges Einzelgerät will, den Ultra.

Brauche ich noch einen separaten DAC? Nein, in den allermeisten Fällen nicht. WiiM Ultra, Bluesound Node und WiiM Pro Plus bringen eigene, für Hi-Res-Streaming ausgelegte Wandlerchips mit, der Ultra wandelt laut Hersteller bis 32 Bit und 384 kHz. Ein zusätzlicher externer Wandler lohnt nur für sehr spezielle Ketten, etwa wenn ein hochwertiger DAC bereits vorhanden ist. Dann werden beide Geräte über den Digitalausgang zur reinen Zuspielquelle und klingen praktisch gleich.

So habe ich verglichen

Für die Einordnung werte ich Herstellerangaben, Messungen und die Besprechungen der rankenden Fachredaktionen aus. Preise gelten nach Preisvergleich mit Stand 3. September 2026, verbindlich ist die Zahl beim Händler. Wie ich grundsätzlich arbeite, steht unter so arbeite ich.

Zuletzt aktualisiert: 03.09.2026.

Produktfotos: lizenzierte Händlerfotos aus den verlinkten Shops. Die Fotos im Text stammen von den in der Bildunterschrift genannten Fotografinnen und Fotografen. Wie die Bilder entstehen

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